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01 Januar 2022

Zum Grundwasser

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01. Januar 2022
Zwei Graphiken aus Diesem Dokument des Kantons Zuerich über das Grundwasser:

Kanton und Gemeinden haben die Aufgabe, die Versorgung der Zürcher Bevölkerung mit einwandfreiem Trinkwasser langfristig und überregional sicherzustellen. Die Grundwasserressourcen, die heute und künftig für deren Versorgung entscheidend sind, müssen geschützt werden. In der Vergangenheit hat sich der Regierungsrat deshalb kritisch mit den Vorschlägen der Nagra für die Platzierung der Oberflächeninfrastruktur eines Tiefenlagers auseinandergesetzt, zuletzt hat er im April 2021 dazu Stellung genommen. Der Kanton setzt sich für diejenige Lösung ein, mit der die Ziele der Sicherheit, der Raumplanung und des Umweltschutzes - insbesondere betreffend Trinkwasserressourcen - am besten erreicht werden können. Die Trinkwasserversorgung gerät bezüglich Menge wie auch Qualität immer stärker unter Druck - dies vor allem aufgrund des anhaltenden Bevölkerungswachstums, des prognostizierten Klimawandels und der Pflanzenschutzmittel-Einträge aus der Landwirtschaft ins Grundwasser. Mit den vorhandenen Trinkwasserressourcen muss deshalb im Zeichen der Vorsorge schonend umgegangen werden. Wichtige Grundwasserressourcen Der Kanton verfügt über mächtige und qualitativ hochwertige Trinkwasserressourcen, welche einerseits aus diversen Grundwasservorkommen in den Tälern und andererseits aus dem Zürichsee-Wasser bestehen. Die ergiebigsten Grundwasserressourcen liegen entlang des Rheins, entlang der Limmat und der Töss. Die Grundwasserreserven tragen mit einem Anteil von 40 Prozent neben dem Zürichsee den grössten Anteil zur Trinkwasserbeschaffung im Kanton bei. Damit die Wasserversorgung auch in Notlagen (wie z.B. bei Verschmutzungen ergiebiger Trinkwasserressourcen) im ganzen Kantonsgebiet sichergestellt ist, will der Kanton Zürich mehrere grössere Wassertransportleitungen bauen. Diese sollen die Wasserversorgungen verschiedener Regionen verbinden (kantonaler Trinkwasserverbund). Dabei spielt das grosse Grundwasservorkommen im Rheintal im Norden des Kantons mit den Grundwasserschutzarealen Weiacher Hard, Rheinau und Rafzerfeld eine wichtige Rolle. Baudirektion 2013 Oberflächeninfrastruktur Die Nagra veröffentlichte im Mai 2019 ihre Vorschläge für die Platzierung der Oberflächeninfrastruktur in den zur Diskussion stehenden Standortgebieten für geologische Tiefenlager. Nach intensiven Diskussionen zwischen Kanton und Regionen sowie auch mit den anderen Standortkantonen, den Bundesbehörden und der Nagra hat der Kanton Zürich im April 2021 zu den Vorschlägen der Nagra Stellung genommen. Er fordert, dass Oberflächeninfrastrukturanlagen, in denen mit nuklearem Material umgegangen wird, nicht über strategisch wichtigen Trinkwasserressourcen platziert werden. Dies aus Gründen der Vorsorge im Gewässerschutz. Falls der sicherste Standort für ein Tiefenlager im Kanton Zürich liegen sollte, soll die Brennelemente-Verpackungsanlage (Anlage, in der die Brennelemente in die Endlagerbehälter verpackt werden) insbesondere im Sinn einer angemessenen Lastenverteilung nicht auf Kantonsgebiet platziert werden. Die Nagra teilt voraussichtlich 2022 mit, für welchen Tiefenlagerstandort (oder für welche beiden Standorte) sie ein Rahmenbewilligungsgesuch ausarbeiten und beim Bundesrat einreichen will. Gleichzeitig gibt sie auch die Platzierung der Oberflächeninfrastruktur bekannt. Diese Standortauswahl muss nachvollziehbar sein. Der Regierungsrat erwartet von der Nagra eine offene und transparente Darlegung aller Entscheidungsgrundlagen (zur Standortwahl von Tiefenlager, Oberflächenanlage sowie Brennelemente-Verpackungsanlage).


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