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21 November 2022

Beschilderung am Rheinfall wird überarbeitet

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21. November, 2022

Schaffhauser Nachrichten vom 21. November 2022
SN: Es herrsche ein Wirrwarr am Rheinfall, sagt der Schaffhauser Kantonsingenieur Dino Giuliani. Der Kanton will deshalb die Signaletik rund um das Becken vereinheitlichen. 2023 soll es zudem Neuigkeiten zur Zukunft des Rheinfalls geben. Es ist das mit Abstand meistbesuchte Schauspiel im Kanton Schaffhausen: der Rheinfall. Heuer sind die Besucherzahlen wieder ordentlich gestiegen. Gleichzeitig rumort es hinter den Kulissen dieses Touristenmagnetes. Vieles läuft schon länger, in den nächsten zwei Jahren sollte ebensoviel konkreter werden. Losgehen soll es bereits Anfang 2023. So kündigt der Kantonsingenieur Dino Giuliani, der beim Kanton den Überblick über die Projekte und Probleme beim Rheinfall hat, eine Orientierungsvorlage an den Kantonsrat an. Darin werden unter anderem die Resultate einer Studie veröffentlicht. Zudem sollen die Entwicklungsfelder am Rheinfall aufgezeigt werden. Der Kanton will mögliche Linien für die nächsten 20 bis 30 Jahre darlegen. Vor ziemlich genau einem Jahr, an der Budgetdebatte des Kantonsrats, hatte Baudirektor Martin Kessler (FDP) angekündigt, dass diese Studie noch 2022 veröffentlicht würde. Nun verzögert sich das also. Der Kantonsrat wird sich an seiner heutigen Debatte (siehe Infobox) über das Budget 2023 gleichwohl mit dem Rheinfall befassen. So sind diverse Positionen im Budget 2023 des Kantons Schaffhausen enthalten, die mit dem Wasserfall zu tun haben. Der Schaffhauser -Kantonsrat berät heute den Budgetvorschlag. Die Regierung beantragt ein Jahresergebnis von -12,7 Millionen Franken. Der Steuerfuss für natürliche Personen soll von 94 auf 92 Prozent gesenkt werden. Die Geschäftsprüfungskommission will auf 91 Prozent runter. Aufgrund eines temporären Steuerrabatts läge der effektive Steuerfuss 2023 so bei entweder 90 oder 89 Prozent. Verschiedene Amts-stellen sollen mehr -Personal erhalten. So ist bei der Staatsanwaltschaft eine Aufstockung von 8,6 Stellen beantragt. Zudem beantragt der Regierungsrat eine Lohnerhöhung für das Personal. Neben unbestrittenen Positionen wie den Einnahmen durch die Parkgebühren von 1,9 Millionen Franken und Unterhaltsarbeiten an Gebäuden und Infrastruktur für 70'000 Franken. Auch die 360'000 Franken für die Aufwertung und Umgestaltung des Spielplatzes am Rheinfallbecken sowie für weitere Arbeiten sollten unbestritten sein. Für insgesamt 450'000 Franken will das Baudepartement 2023 Planungen in Auftrag geben. Darunter fallen auch Planungskosten für die Umnutzung der heutigen Fischzuchtanstalt beim Schlössli Wörth, die einem Warteraum für Touristen weichen sollte. Schon 2009 wollte der frühere Gemeindepräsident von Neuhausen und FDP-Kantonsrat Stephan Rawyler, dass statt der Fischzucht ein Infopavillon gebaut werde. Damals wollte der Regierungsrat die Fischzucht erhalten. Inzwischen hört sich das anders an. Ob das allen passt, wird sich zeigen. Der Kanton plant auch ein Parkhaus zu bauen, weil die Parkplätze auf der Burgunwiese wegfallen werden. Ein Teil des Geldes soll zudem für das zürcherisch-schaffhauserische Parkleitsystem eingesetzt werden, wie dem Budgetvorschlag zu entnehmen ist. Aber auch für die Fussgängerinnen und Fussgänger soll sich die Situation verbessern. Dabei handelt es sich aber um ein davon unabhängiges Projekt. Die Interessengemeinschaft (IG) Rheinfall, die aus den Kantonen Schaffhausen und Zürich besteht, arbeitet an einem -Besucherlenkungsprojekt. Das kantonale Hochbauamt, Tiefbau Schaffhausen sowie Schaffhauserland Tourismus wirken bei der Umsetzung mit, sagt Giuliani. Ein Teil des Projekts umfasst die Schaffung eines flächendeckenden WLAN-Angebots sowie die Einführung einer Besucher-App für Smartphones. "Es geht darum, die Besucher zu lenken beziehungsweise an ihre Zielpunkte zu führen sowie mit Informationen zum Angebot zu bedienen", sagt Giuliani. Die App wird im kommenden Jahr entwickelt. Dann will auch die IG darüber informieren, wie das Projekt generell vor-anschreitet. Fest steht laut Giuliani aber bereits, dass die Umsetzung im ersten Halbjahr 2024 erfolgen soll. Zur App kommen einheitliche phy-sische Beschriftungen hinzu. "Heute herrscht ein Wirrwarr", sagt Giuliani. Die Betreiber bewerben ihre Angebote alle selber, eine einheitliche Signalisation sucht man abseits der national geregelten Beschriftungen von Velo- und Wanderwegen vergebens. "Das wollen wir ändern." Hier soll ein Konzept Abhilfe schaffen, das sowohl auf der Zürcher als auch auf der Schaffhauser Seite des Rheinfallbeckens gilt.
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