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22 November 2022

Kirchgemeinde Feuerthalen

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SN vom 21. November, 2022

Schaffhauser Nachrichten vom 21. November 2022
SN: Die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Feuerthalen will sich unter der Leitung einer fast komplett neuen Kirchenpflege den Herausforderungen der Zukunft stellen - und jenen der eigenen Landeskirche. Die Evangelisch-reformierte Kirche Feuerthalen hält sich wacker und blickt zuversichtlich, bisweilen etwas kämpferisch in die Zukunft - "stehet auf und erhebet eure Häupter", wie es Kirchenpflegepräsidentin Margrit Späth formulierte. Die Berechnung der Steuereinnahmen bleibt weiterhin ein "Glaskugellesen", wie es der für die Finanzen zuständige Kirchenpfleger Rolf Vetter an der Budgetgemeindeversammlung ausführte. Für das kommende Jahr werden bei rund 1200 Steuerpflichtigen mit 400 000 Franken weniger Steuereinnahmen erwartet als im Vorjahr; Tendenz weiter sinkend. Kirche setzt auf Solarstrom Das Budget für 2023 gab trotz Aufwandüberschuss von 57 000 Franken zu keiner Diskussion Anlass, die Abweichungen gegenüber dem Vorjahr halten sich in Grenzen, und die grösste Investition dient der Zukunft: So soll auf dem Dach des Pfarrhauses eine Fotovoltaikanlage für 40 000 Franken installiert werden. Das relativ unspektakuläre Ergebnis ist auch ein Resultat des bedachten Umgangs mit den Steuergeldern; ausser beim Personalaufwand wird in allen Bereichen mit tieferen Ausgaben kalkuliert. Das Ja zum Budget war auch ein Ja zum gleichbleibenden Steuerfuss von 13 Prozent. Es oblag Späth, der Kirchgemeinde für "das Vertrauen, das Geld sorgfältig zu verwalten und auszugeben" und der Rechnungsprüfungskommission unter der Leitung von Wolfgang Pfalzgraf für das kritische Auge zu danken. Neue "Querschnittsressorts" Die neue, siebenköpfige Kirchenpflege muss sich noch finden; mit dem Abgang von mehreren langjährigen Mitgliedern per Ende Juni, einer "grossen Rochade", sei sehr viel Erfahrung verloren gegangen, so Späth, doch spüre sie Wille und Engagement. Erfreulich auch das relativ junge Durchschnittsalter der neuen Kirchenpflege. Bei den Ressorts werde es wohl noch zu Veränderungen kommen, so Späth, denn die Landeskirche empfehle eine Erweiterung. Angedacht sind zudem "Querschnittsressorts" - Kirchenpfleger sollen sich Ressorts also teilen, zum Beispiel im Bereich "Nachhaltigkeit". Auch haben erste Gespräche mit der Kirche Laufen stattgefunden. Man wolle dadurch interne Abläufe und die Kommunikation überdenken, erklärte Späth. # Die von der Landeskirche vorgegebenen Richtlinien in Bezug auf das religionspädagogische Gesamtkonzept sind in Feuerthalen bereits grösstenteils umgesetzt; auch würden die freiwilligen Angebote, wie "kafiplus", "Gemeinsam statt einsam", der "Müslitreff" oder das neue "Café International", sehr gut genutzt. Ebenfalls positiv: Die Generationenspielgruppe kann in Zukunft auf zwei Vormittage pro Woche ausgedehnt werden. Beim Personal erinnerte Späth daran, dass die Pfarrpersonen keine Vollzeitpensen ausfüllten, darum entsprechend nur eingeschränkt verfügbar seien. Sorge bereitet die Sigrist-Situation: Die erst vor einem Jahr angestellte Mesmerin hat mittlerweile andernorts eine attraktivere Stelle angetreten, für ihren Posten und die Stellvertretung, die aufgrund von Überlastung kündigte, muss wieder eine Nachfolge geregelt werden. Auch in Feuerthalen dürfte der neue Verhaltenskodex bezüglich des Umgangs mit Schutzbedürftigen noch zu reden geben, wie das bereits in der Kirche Weinland Mitte der Fall ist. Und die Teilrevision der Kirchenordnung, die per 1. Januar 2023 in Kraft treten soll und über die vorgeschlagene Abschaffung der Bezirkskirchenpflege nicht nur aus Feuerthaler Sicht den Regionen die Mitsprache entziehen würde. Weiterhin offen ist ein Sitz in der Bezirkskirchenpflege: In Feuerthalen wünscht man sich ein Mitglied aus dem Ausseramt. Für 2023 plant man des Weiteren eine "Kundenbefragung", die als Reflexion über die Kirchgemeinde gedacht ist.
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